E-NIGMA 2026
E-NIGMA findet am 26.9.2026 statt!
E-NIGMA 2026 fand am 26.9.26 statt. Passend zum Motto "Wir heben ab" führte die Route für die 200 Teilnehmenden diesmal zum Flughafen Essen/Mülheim, zur Haltestelle Halbe Höhe und in den Ortsteil Vogelheim.
Wir danken allen, die dabei waren und an alle, die mitgeholfen haben. Wir hatten einen wunderbaren Tag und viel Spaß.
Rätsel und Ergebnisse
In diesem Jahr sind 49 Teams um 10 Uhr am Stadtgarten gestartet und fast alle Teams haben bis zum Rätselschluss um 20 Uhr durchgehalten. 18 Teams haben das letzte oder vorletzte der 12 Stationen erreicht und neun Teams haben diesmal sogar die volle Punktzahl erreicht, sodass die Zeit den Unterschied machte.
Preise gab es diesmal für:
- Donaschi (57 Punkte, 7:50 Stunden)
- Doppelsilberenten (57 Punkte, 8:03 Stunden)
- CdE mit Multifunktionspinguin (57 Punkte, 8:06 Stunden)
Die Rangliste des DENKmals, der Veranstaltungsübergreifenden Wertung der Rätselevents in Dortmund, Essen, Nürnberg und Karlsruhe, findet ihr hier.
Detaillierte Ergebnisse und alle Rätsel inklusive Lösungwegen findet ihr in unserer Web-App:
Rätselarchiv (Teams müssen sich ausloggen, um alle Rätsel zu sehen.)
Eure Berichte und Fotos werden wir gerne hier veröffentlichen. Bitte schickt sie uns mit eurem Teamnamen per E-Mail an e-nigma@mensa.de. Bitte achtet bei Fotos darauf, dass alle Personen, die im Vordergrund erkennbar sind, ihr Einverständnis zur Veröffentlichung gegeben haben.
Weitere Rätselveranstaltungen
Falls du Lust auf ähnliche Events hast, dann schau mal bei der Dortmund Nachtschicht, der Nürnberger RätselNacht (online), dem Karlsruher Kombilösen oder dem Paderpuzzle in Paderborn vorbei.
Berichte und Fotos
Achtung, nicht spoilerfrei!
Spielbericht E-Nigma 2026, Team Donaschi & Friends
Der September neigt sich dem Ende zu. Die E-NIGMA 2026 findet statt. Es sieht so aus, als könnte es ein heißer Tag werden - und auch das Wetter sieht gut aus. Unser Team ist wieder dabei und hat sich vorgenommen, wieder einen guten Platz zu erreichen.
Die Mitbringliste birgt dieses Mal keine Überraschungen. Die Neuigkeiten im Infoheft wirken auch nicht so, als ob man schon vorher aus ihnen relevante Infos ziehen könnte: Ein neuer Code ist direkt mit aufgeführt; Logikrätsel lassen vermuten, dass wir später eine Instanz lösen müssen; Buchstabenmatrix kann man meist erst später mit gefundenen Infos kombinieren; die Kartenspielanleitung könnte darauf hindeuten, dass wir das später spielen dürfen. Anhand des Mottos vermuten wir, dass wir das Thema "Fliegen" im Hinterkopf behalten sollten - und eine vorherige Analyse hat auch ergeben, dass ein Bereich in Essen bislang von der E-NIGMA weniger besucht wurde... und den Flugplatz beinhaltet. Hmmm...
Startort ist dieses Mal wieder wie gewohnt. Das bringt zwar weniger "Auditorium"-Feeling als im letzten Jahr, erleichtert aber die Anreise... und - als geplanter Ort der Siegerehrung - auch den Rückweg. Nach den üblichen Starthinweisen fällt der Startschuss und wir halten wir das erste Rätsel in der Hand.
Station 1: Newsticker
Wir erkennen schnell, dass hier das Motto zum Einsatz kommt - stellenweise im übertragenen Sinne. Ein paar Matchings sind schnell gefunden; die Zahlen verraten uns auch, dass hier jeweils zwei Textfetzen miteinander verbunden werden müssen - möglicherweise tatsächlich per Stift. Zunächst glauben wir noch, dass überall "Anfang, Mitte, Ende" gilt; das passt aber schnell nicht mehr. Immerhin zeigt uns ein Winken, wie wir die Verbindung besser nutzen können und die entstehende Lösung ist schnell bestätigt.
Als Starträtsel scheint mir dieser Auftakt sehr gelungen: Das "leicht um die Ecke" sorgt für Freude und Neueinsteiger merken schnell, dass das Infoheft relevant sein kann. Die enthaltenen Karten machen neugierig auf später.
Station 2: Bilderkreuzwort
Zu den Bildern sind schnell ein paar Bezeichnungen gefunden - die allerdings nicht passen. Möglicherweise sind wir durch einen Nachtschicht-Rätseltyp vorgeschädigt und probieren schnell eine Assoziationsidee aus. Damit lässt sich das Raster sehr viel schneller füllen. Am Rande bekomme ich mit, dass wohl bei der ersten Eingabe der Lösung etwas nicht klappt - aber insgesamt sind wir hier schnell wieder weg.
Lob an den/die Zeichner: Die Motive waren sehr deutlich erkennbar. Der Assoziationsumweg sorgte dann dafür, dass das Kreuzworträtsel nicht zu einfach/typisch war.
Station 3: Rätsel von Froschbert
Am Start hatte ich noch überlegt, ob es sinnvoll wäre, das Plüschtier zu fotografieren - ob der Name später noch einmal relevant werden würde. Soweit kam es nicht - den Namen haben wir hier direkt im Rätsel.
Wir stürzen uns mit verschiedenen Ansätzen darauf. Eine Teilgruppe versucht, abgedeckte Teile der Fliegen mit Braille umzuwandeln. Wir sehen, dass die Rotationsrichtungen eindeutig sind und vermuten, daraus (später) eine Buchstabenreihenfolge ableiten zu können. Innerhalb der Blumen und Blätter wird gezählt ("Zehnerstelle und Einerstelle"?), aber letztlich sind sich die Motive zu ähnlich. Es fällt auf, dass Blumen- und Blättertypen immer wiederverwendet werden - "Binärkodierung pro Fliege"? Wir schauen, welche Fliege mit welchen Blumen und Blättern verbunden sind und fragen uns, wie wir die "unverbundenen" Blumen einschätzen sollen... Nichts davon führt wirklich zum Erfolg.
Irgendwann greifen wir einen Ansatz mit genauerer Betrachtung der Fliegenbeine wieder auf - und auf einmal ergibt sich ein Lösungswort. Wenn wir doch nur schon früher das mit beachtet hätten.
Es gibt so Rätsel, bei denen man aus den fehlgeschlagenen Lösungsversuchen wieder ein paar neue Rätsel machen könnte - und es letztlich "schade" ist, dass der eigentliche Lösungsweg Aspekte aus den "what could have been"-Ideen nicht aufgegriffen hat. Allerdings reicht zeigte dieses Rätsel, dass das trotzdem ausreichen kann, um ein Team etwas zu verwirren.
Station 4: Polynom
Auf den ersten Blick befürchten wir eine komplizierte Lösung einer Gleichung - aber die Formel ergibt auf den ersten Blick nicht wirklich viel Sinn. Etwas "externe Hilfe" macht darauf aufmerksam, dass einige der Buchstabenkombinationen nicht komplett zufällig aussehen. Das Ausmultiplizieren ließe sich wahrscheinlich noch besser parallelisieren; nachdem der Ansatz aber erst einmal gefunden ist, haben wir auch schnell Buchstaben und Reihenfolge.
Nachdem schon in Rätsel Zwei "Tiberius" durchaus relevant war, fällt auch hier die Nutzung von kompletten Namen auf. Die Rätselidee ist definitiv cool - und die Form der Darstellung erst einmal ordentlich irritierend.
Station 5: Die Anfänge der Fliegerei
Das Rätsel ist noch nicht einmal komplett gesichtet, als die Reihenfolge der Worte auffällt. Leider bringt uns das zunächst auf Fährten, die nicht zum Ziel führen: Wir schreiben die Anfangsbuchstaben heraus, filtern mal nach Groß- und mal nach Kleinbuchstaben. Wir setzen die "fehlenden" Buchstaben ein und trennen nach Sätzen. Da ist es schon etwas ärgerlich, dass wir einfach nur die erste Idee weiter hätten verfolgen müssen - was wir dann erst eher spät tun.
Das ist ein schönes Rätsel mit einer netten Idee. Die Tatsache, dass wir um die korrekte Lösung herumgetanzt sind, haben wir uns selbst zuzuschreiben.
Station 6: Spielspaß
Beim Lesen der Regeln fallen mir sofort starke Gemeinsamkeiten zu "Hilo" auf (welches aber später erschienen ist - falls es da eine Orientierung gab, ist die Richtung deutlich). Für einen kurzen Moment überlegen wir, ob wir die Dobble-Karten mit einbinden müssen. Wir stellen fest, dass in der Mitte zwei Karten aufgedeckt sind (wo laut Regelwerk nur eine sein sollte). Nach einer sehr kurzen Zeit mit dem Infoheft ist aber klar, dass wir noch nicht einmal über die verdeckten Karten - oder Regeln überhaupt - nachdenken müssen. Das könnte unsere schnellste (reguläre) Rätsellösung an diesem Tag gewesen sein.
Natürlich muss man erst einmal auf die Idee kommen, die richtige Seite im Infoheft zu nutzen. Insgesamt schien uns das Rätsel aber etwas zu einfach.
Station 7: Sieht das für dich etwa aus wie ein Spiel?
Wir mussten nach der vorherigen Station etwas auf den Bus warten und hatten schon alle Zusatzrätsel durch (sind in diesem Bericht später kommentiert) - also überlegten wir uns, wie wir uns gut auf die Dobble-Karten vorbereiten könnten. Verbindungen zwischen den Karten auf einem Rätsel waren schon gefunden (inklusive der unterschiedlichen Anzahlen). Auf ein "alle Karten einmal mit Begriffen in Text abbilden" haben wir aber verzichtet: "57 unterschiedliche Motive" klingt nach weniger Spaß.
So sind wir etwas überrascht, dass die Karten schon jetzt - deutlich früher als erwartet - zum Einsatz kommen. Zumindest vermuten wir das anhand der - schon recht deutlichen - abgedruckten Begriffe.
An ersten Ideen mangelt es uns nicht: Die Symbole lassen sich bisherigen Karten zuordnen, bisherige Karten lassen sich zu sechs bisherigen Rätseln zuordnen und mit sechs Bit kann man Buchstaben kodieren - "Ähem.. Was ist mit Zusatzrätsel und Infoheft?". Wenn wir schon die Reihenfolge nicht nutzen können, hilft vielleicht die Gesamtanzahl - also zählen wir alle Symbole auf allen schon gefundenen Karten durch und landen bei Buchstaben, die nichts vernünftiges ergeben wollen. Der Gedanke "vielleicht sollten wir das einfach mal nach den Regeln spielen" kommt uns auch schon - aber sollen wir da wirklich alles zerschneiden?
Ein Automatik-Hinweis und ein Anruf nehmen uns die Hemmungen und einen Moment später haben wir ein Kartenspiel. Wir schnappen uns die Regeln und vermuten, dass eine Karte einfach übrig bleibt - vielleicht hat die Orga die Karten so ausgewählt oder sogar manipuliert. Einen Moment später haben wir aber alle Karten aufeinander ablegen können - keine Karte scheint besonders.
In nächster Iteration versuchen wir uns an der "Kette" - und tatsächlich gibt es in jedem Schritt exakt eine passende Folgekarte. Stolz finden wir das Symbol, welches Anfang und Ende verbindet, geben es als Lösung ein... und erfahren, dass wir noch lange nicht fertig sind.
Irgendjemand aus dem Team hat dann die Intuition, die Karten noch einmal abzulegen und einen Pfad zu bauen - und auf einmal ergibt sich ein Bild. Nachdem wir uns dann auch trauen, das ins System einzugeben, sind wir wieder auf dem Weg.
Als jemand, der sich mehr mit diesem Kartenspiel beschäftigt hat, finde ich toll, dass nichts von diesem Vorwissen bei diesem Rätsel hilfreich war. Es war sicherlich ein Highlight dieses Tages, gemeinsam mit Karten in der Hand zu sitzen und diese zu platzieren.. oder später "die eine jetzt benötigte" Karte zu suchen. Da ist das dann nur noch ein i-Tüpfelchen, dass die Überschrift so gut passt. Das Rätsel war toll!
"Richtig witzig wäre es, wenn auf den nächsten Rätseln auch noch einmal Karten wäre." Spoiler: leider nicht.
Station 8: Hexentrank
Irgendwie hatten wir bei diesem Rätsel auf einmal Funksprüche im Kopf. Zumindest hatten wir schnell den Ansatz, worauf diese Zutaten abgebildet werden müssten. Auch der zweite Schritt schien uns irgendwie vertraut - ich könnte aber nicht mehr sagen, ob wir das in den schweifenden Gedanken gelesen haben. Selbst den letzten Schritt - "Rühren" hatten wir schon beachtet - aber nicht die richtigen Buchstaben.
Anwesende E-NIGMA-Experten machten uns darauf aufmerksam, dass das alles nicht total verkehrt aussah (und dass hier auch tatsächlich Grams Anna zum Einsatz kommt). Daher probierten wir es mit Detail-Korrekturen (Heurekas helfen)... und auf einmal hatten wir einen Finanztipp (?), der als Lösung diente.
Den Kommentar "Es ist immer schöner, wenn das Rätsel selbst eine eindeutige Reihenfolge der Buchstaben vorgibt" hatte ich bereits "live" abgegeben. Insgesamt schien mir der erste Schritt etwas wiederholt und das weitere "Hüpfen" dann auch nicht mehr herausragend toll. Die Präsentation fand ich aber gut - insbesondere die damit verbundene(n) Geschichte(n).
Station 9: Wir heben ab (nicht das Zusatzrätsel)
Ballon, blau, Art, Bruch, Automat... Sofort fällt auf, dass die Buchstaben A und B hier eine offensichtliche Sonderrolle haben. Dann finden sehen wir auch noch, dass die Worte exklusiv a oder b beinhalten... und dann sehen wir, dass das absolut gar nicht stimmt...
Im zweiten Ansatz finden wir in jeder Zeile einen Begriff, der "ganz offensichtlich" nicht in die Reihe passt (wie auch immer die Regel der Reihe aussehen sollte) - und auch hier verläuft sich dieser Ansatz schnell. Ich meine, auch noch den Gedanken "allesamt eher früh im Alphabet" in Erinnerung zu haben - dieser scheint zu diesem Rätsel am wenigsten zu nicht-passen.
Ein wenig "externe Inspiration" hilft uns bei der Idee, dass wir erst einmal weitere Worte finden müssen. Wir finden zwar nicht zu allen Zeilen etwas passendes, aber das wirkt zumindest plausibler als die anderen Ansätze - und gibt auch mehr Ansatz, wie man diese Information nutzen könnte. Die Idee der Konnektoren brachte uns dann zu einer Kodierung und mit ein klein wenig Lückenlesen und Fehler-Ignorieren passt sogar ein Lösungswort.
Das "Ein klein wenig Fehler-Ignorieren" könnte für etwas Diskussion sorgen - insbesondere, weil der Flugvogel schon direkt am Anfang die Dinge durcheinander gebracht hat. Wirklich aufgehalten hat uns das nicht und insgesamt ist das eine schöne Rätselidee.
Station 10: Raumschiffe
Wie beim Kakuro aus dem letzten Jahr ist wieder deutlich, dass wir die Musterlösung reverse-engineeren müssen, um sie dann auf das echte Rätsel abzubilden. Freundlicherweise sind ja sogar im Infoheft ein paar passend aussehende Logikrätsel erwähnt...
Schnell stellt sich heraus, dass es nicht reicht, nur einen der Rätseltypen zu nehmen. Für "Doppelsterne" fehlen uns die Gebiete - also müssen wir diese erst finden. Glücklicherweise zeigt uns "Galaxien", wie man ein Universum unterteilen kann. Die Zahlen bekommen wir bestimmt auch noch per "Vier Winde" eingebaut... Oder lässt sich hier "Doppelsterne" ganz ohne Gebiete einzeichnen?..
Ein automatischer Hinweis ruft uns dann zurück - und auch die Beobachtung "die Musterlösung unterteilt auch nicht in Gebiete" bestätigt den Verdacht, dass die Hilfen aus dem Infoheft doch nicht ganz so freundlich sind. Wir knobeln also an der richtigen Besetzung und befürchten schon, dass wir hier deutlich Zeit an das Team mit den offiziellen deutschen Rätselmeistern verlieren. Zumindest werden wir hier anscheinend noch nicht überholt.
Ich mag diesen "reverse-engineering"-Ansatz und auch den Troll-Faktor weiß ich zu schätzen. An diesem Punkt des Events ist sicherlich auch etwas "knallharte mathematische Logik" durchaus okay.
Station 11: Spaß mit Flaggen
Wieder einmal ist eine erste Beobachtung ("warum hochkant?") relevant - allerdings alleine noch nicht hilfreich. Der erste Schritt scheint klar: Wir suchen zu den Flaggen die Länder heraus und bedauern, dass Niedersachsen keine Top-Level-Domain hat. Beim Farben-Subtrahieren bleibt nicht viel übrig - zumindest glauben wir hier noch, dass es sich nicht um Verbindungsstriche handelt.
Nach dem ersten automatischen Hinweis hören wir in die Folge hinein, suchen in Serien-Guides nach den Folgennummern "5:14? ist das nicht eine berühmte Bibelstelle?" und versuchen die Folgeninformationen irgendwie abzubilden - erfolglos. Auch die Flaggenkunde selbst bringt uns erst einmal nicht zum Ziel - doch auf einmal hat jemand eine Flagge mit einem bekannt aussehendem Symbol zusammen auf dem gleichen Smartphonebildschirm. Damit ergibt dann sowohl die Drehung als auch die Subtraktion Sinn.
Ich denke, ich kann die Entstehung dieses Rätsels nachvollziehen: Irgendjemand ist mal zufällig darauf gestoßen, dass es diese Symbole gibt und wollte diese Verbindung dann in einem Rätsel einsetzen. "Neutral" betrachtet ist das dann aber ein Heraussuchen von beinahe arbiträren Kategorisierungen irgendwo im Internet. Da wertet nur ein wenig auf, dass sich die Symbole so ähnlich sehen.
Station 12: Weltreise
Als allererstes versuchen wir, den Dingen Namen zu geben - möglicherweise auch mehrere. Punkte wie "Warum gibt es keine Städte nördlich dieser Linie?", "Warum sind die Füße dieses Couchtisches so komisch?" und "Keil verbinde ich normalerweise mit Holz" sind dann erst einmal nicht relevant. Doch die Begriffe hilfen uns nicht weiter - und wirken auch noch ein wenig zufällig verstreut.
"externe Inspiration" hilft bei dann bei der Frage "Was haben diese Motive gemeinsam?" - vielleicht mehr, als uns lieb ist. Zwar sind damit noch nicht alle Lösungsbuchstaben gefunden - aber bis zu der Idee hätten wir wahrscheinlich noch etwas gebraucht. Wir finden die versteckten Dinge, lesen eine Lösung ab und sind kurz über den neuen Status im System verwundert. Die Hotline bestätigt uns dann aber, dass wir ruhig erst einmal Gastronomie genießen dürfen.
Zusatzrätsel 1: Luftbilder
Laut System hat unser Team dieses Zusatzrätsel gelöst, kaum dass wir den Startort verlassen hatten. Die erste Idee war dann schon offensichtlich die richtige und wir waren eher verblüfft, dass wir diese Punkte so schnell erhalten haben.
Ich erinnere mich an ein Nachtschicht-Rätsel, bei dem man einfach nur ein paar Pflanzen identifizieren (lassen) musste. Die Luftbilder haben da sicherlich Ähnlichkeit mit. Für ein echtes "Rätsel" fehlt mir allerdings noch ein wenig Transferleistung.
Zusatzrätsel 2: Wir heben ab (nicht das Stationsrätsel)
Für dieses Rätsel haben wir zumindest ein paar Minuten Busfahrt benötigt. WuV-typisch muss man ein wenig um die Ecke denken - und hier liegt auch ein großer Teil des Spaßes. Glücklicherweise haben wir nur ein Exemplar des Rätsels beschriftet - wir mussten andauernd nachsehen, welche Indexzahlen gerade überschrieben wurden. Stück für Stück konnten wir dann auch die Lösungsfrage ablesen (oder zumindest erahnen), eine Lösung eingeben und uns dann dem letzten Zusatzrätsel widmen.
In anderen Veranstaltungen ist dieser Rätseltyp schon einmal "normales" Stationsrätsel. Mir gefällt aber die Idee, das Austüfteln hier auf möglicherweise mehrere Busfahrten oder Wartezeiten zu verlagern.
Zusatzrätsel 3: Sternbilder
An diesem Rätsel haben wir definitiv länger geknabbert. Schnell haben wir das "vielleicht sind das echte Sternbilder" verworfen. Auch so haben wir überlegt, ob die Graphen für sich etwas darstellen ("Formen ja irgendwie schon Buchstaben"). Sie passten nicht zu U-Bahn-Linien in Essen allein, doch für "alle typischen Rätseleventstädte: Essen, Dortmund, Nürnberg, Paderborn, Karlsruhe, Prag" passt die Zahl auch nicht. Das "mal auf die Matrix im Infoheft legen" hatten wir uns für eine ruhigere Minute (nicht kurz vor Aussteigen bei der Busfahrt) vorgenommen.
Es stellte sich dann (beim Warten auf einen Bus) heraus, dass die Konstellationen nicht gut zu der Matrix passten - das aber gar nicht mussten. Fein säuberlich standen die Buchstaben nebeneinander und nur an wenigen Stellen musste man einen Schritt weiter denken, um die richtige Richtung zu wählen.
Tatsächlich war ich da ein wenig enttäuscht, dass es nichts komplizierteres war - vielleicht auch dadurch bedingt, dass wir keine Reserve-Beschäftigung für spätere ÖPNV- und Wartezeiten mehr hatten. Unserem Punktekonto hat das sicherlich gut getan. Nach dem letzten Jahr war das wahrscheinlich auch ganz gut, etwas einfacher ausschauende Zusatzrätsel zu haben.
An der letzten Station durften wir ein paar Nichträtslern einmal das Konzept der E-NIGMA erklären - hatten also Grund zur Annahme, dass noch kein Team vor uns dort war. Weiterhin haben wir den Rätselort verlassen, bevor ein anderes Team (welches inzwischen eingetroffen war) abgeschlossen hatte. Wir hatten also eine grobe Vermutung, wie unsere Platzierung sein könnte.
Bei der Siegerehrung selbst wurden alle Teams noch einmal genannt - was ich schon ziemlich cool fand. Bei einer solchen Rätselveranstaltung mitzumachen erfordert schon Mut - und Punkte einzusammeln verdient auch Respekt. Wie gewohnt gab es ein paar bekannte Namen auf den Top-Plätzen; am Ende waren es dann weniger als fünfzehn Minuten, die uns vom zweitplatzierten Team trennten - für eine Zehn-Stunden-Veranstaltung ist das schon knapp. Verknüpft man das mit Berichten, laut denen manche Teams durch übereifrige Ruhrbahn-Busfahrer (fahren zu früh an der Haltestelle vorbei und ignorieren Menschen, die einsteigen wollen) mal eine halbe Stunde verloren haben, fällt dieser Zeitvorsprung leicht in "Rundungsfehler" oder "Zufall".
Die Strecke war schön rund (weniger "von Haltestelle zum Rätsel, dann wieder zurück" als im letzten Jahr) und die Fußwege zeigten uns wieder schöne Ecken von Essen (und Mülheim?). Etwas schade war, dass wir keine Umgebungsrätsel fanden. Bei den Rätseln gab es kaum Frustpotenzial. An mehreren Stellen waren sie einfacher als erwartet - was uns an einigen Stellen wohl aus dem Konzept gebracht hat (Froschbert, Fliegerei, Dobble).
Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß! Vielen Dank an das Team - und hoffentlich bis zum nächsten Male!